Gutes Ergebnis dank Einrichtungsboom

Schattdecor mit Geschäftsjahr 2020 zufrieden

Insgesamt darf das Unternehmen mit aktuell 16 Standorten weltweit einen vorläufigen gruppenweiten Gesamtumsatz von 720 Millionen Euro vermelden. Im Vergleich zum Vorjahr: 2019 waren es 764 Millionen Euro. Der Rückgang sei der ersten Phase der weltweiten Pandemie geschuldet, während der man an einigen Standorten längere Zeit aufgrund verschärfter Restriktionen den Betrieb teilweise aussetzen musste. Die Aufholjagd habe aber laut Roland Auer, Vorstandsvorsitzender der Schattdecor AG, bereits begonnen.

Auer: „Wir sind mit dem vorläufigen Jahresergebnis durchaus zufrieden. Mit einem überschaubaren Minus zum Vorjahr und mehr als 700 Millionen Euro Umsatz haben wir in der Betriebsleistung einen guten Wert erreicht. COVID hat in unserer Branche zu einer anhaltenden Sonderkonjunktur geführt. Der ausschlaggebende Grund dafür war, dass die Menschen für viele Wochen zu Hause bleiben mussten, nicht reisen oder ausgehen konnten. Die eingesparten Ausgaben flossen stattdessen oftmals in die Neugestaltung oder Renovierung der eigenen vier Wände. Das Zuhause erfährt eine neue Gewichtung, einen noch höheren Stellenwert.“

Vor allem in den veredelten Oberflächen habe man so Menge gut gemacht und die zu Beginn des Jahres entstandenen Verluste großteils austarieren können. In der Lackierung konnte sogar an Menge gewonnen werden. Auch für die Imprägnierung sieht Schattdecor trotz Einbrüchen in 2020 weiterhin großes Potenzial.

In Zahlen bedeutet das: In den veredelten Oberflächen ist man gewachsen. Wo 2019 noch ein Ergebnis von 710 Millionen Quadratmetern vermeldet worden ist, konnten in 2020 laut vorläufigen Auswertungen rund 740 Millionen Quadratmeter Dekorpapier veredelt, also imprägniert und lackiert werden.

Ein Grund mehr für den Oberflächenspezialisten in 2021 an seinen Imprägnier- und Lackierstandorten weltweit erneut Geld in die Hand zu nehmen. In Polen und im amerikanischen Lexington investiert man in jeweils eine Lackieranlage, in Brasilien und Malaysia in je einen zusätzlichen Imprägnierkanal. In Brasilien rechne man sogar mit einer so großen Nachfrage, dass bereits ein Weiterer in Bestellung ist.

„Werfen wir einen Blick auf die Schattdecor-Gruppe: In Russland möchten wir an die Imprägniermenge des Vorjahresniveaus aus 2019 anschließen. Bei Saintdecor in China stehen die Zeichen auf Wachstum. An unserem Imprägnierstandort Malaysia, der seit Januar nach der abgeschlossenen Umfirmierung offiziell den Namen Schattdecor trägt, sehen wir in der geplanten Erweiterung des Maschinenparks viel Marktpotenzial. Zudem sind unsere beiden Werke in Amerika ebenfalls zu Beginn des Jahres 2021 verschmolzen. Schattdecor Maryland Heights und US Coating laufen nun unter der einheitlichen Firmierung Schattdecor Inc.. Die Integration unserer beiden Akquisitionen aus 2019 ist damit vollständig abgeschlossen.“

Im Produktbereich Druck ist die Auslastung zurückgegangen. Hier verzeichnet Schattdecor anstelle der 112.700 Tonnen nur noch 104.300 Tonnen Absatz.

„Im Bereich Druck hatte die Pandemie bisher die größte Auswirkung auf die Entwicklung der Absätze. Dort sehen wir auch regional große Unterschiede. Erfreulich ist aber beispielsweise die äußerst erfolgreiche Marktentwicklung in der Türkei, wo es unseren Kollegen gelang, selbst in dieser Zeit mehr als 20 Prozent zu wachsen“, so Roland Auer.

Grundsätzlich lasse sich sagen, dass es der gruppenweiten Stärke, einem stabilen finanziellen Fundament und dem über die Jahre erweiterten breit gefächerten Produkt- und Dienstleistungsspektrum zu verdanken sei, dass man international trotzt pandemiebedingter Einschränkungen bisher so solide durch die Krise gekommen sei. Gemeinsam sehe man in den Herausforderungen der Zeit auch neue Chancen, die es zu nutzen gelte und für die man sich rüsten müsse. Deshalb investiere Schattdecor auch und gerade in den Zeiten dieses aktuellen Wandels in Wachstum. An den Standorten, aber auch am Firmenhauptsitz in Thansau.

Denn mit dem Wachstum der Gruppe seien auch die Anforderungen an das Mutterhaus gestiegen, so Auer. Viele Bereiche, die für die Gruppe essenziell seien, seien ausgebaut worden. Heute stoße man kapazitätstechnisch an seine Grenzen und müsse Raum für Zukunft schaffen.

Zusammen mit der Familie Schatt habe man sich deshalb entschlossen, den Standort Thansau, das Flaggschiff der Gruppe, zu erweitern. Im Frühjahr (Mitte März) beginnen am Hauptsitz im Landkreis Rosenheim die Bauarbeiten für ein zusätzliches Verwaltungsgebäude, das zugleich das Zuhause für die Familienholding werden soll. Ein sehr wichtiges Zeichen für die Mitarbeiter am Stammsitz: die Eigentümer nahe am Herzen zu wissen.

Roland Auer, Vorstandsvorsitzender der Schattdecor AG: „Mit dem Neubau schaffen wir zusätzliche moderne Büro- und Besprechungsräume, aber auch noch mehr Spielraum in puncto Reaktionsfähigkeit. Wir investieren in die Zukunft und unsere Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb schauen wir bereits heute nach vorne, planen nach der Fertigstellung des Neubaus in 2023 auch die Vergrößerung unseres Showrooms für einen zeitgemäßen, modernen Auftritt und Kundenpräsentationen. Ziel ist es, diesen auf die neuesten Anforderungen zu trimmen und im Wettbewerb zu überzeugen.“

Claudia Küchen, Vorstand Design und Marketing, ergänzt: „Mit diesem Konzept wollen wir unsere Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen und stärken unser gemeinsames Ziel: Bestehende und neue Kunden sollen sich für Schattdecor entscheiden. Das sichert unsere Zukunft als Team am Standort Thansau und weltweit.“

Abschließend für das Geschäftsjahr 2020 fügt CEO Roland Auer hinzu und wagt damit auch einen optimistischen Blick in die Zukunft: „Als Gruppe bleiben wir dank unserer internationalen Präsenz in allen Weltmärkten auch in dynamischen Zeiten aktions- und reaktionsfähig. Deshalb werden wir im kommenden Jahr weitere 50 Millionen Euro in den Ausbau von Standorten und Kapazitäten stecken und weiter an der Entwicklung neuer Dekore und Produkte arbeiten. Als Gestalter für Lebensräume wollen wir die erste Adresse bleiben!“